Sonnenschutz und Sonnenbrand  –

Sonnenbrand ist nicht cool

 

Sonnenschutz und Sonnenbrand
sind ein echt heisses Thema!

Sonnenschutz

Sommerzeit, Ferienzeit, Sonnenbäder am Meer, an Seen und Flüssen, Wanderungen in der Berg- und Gletscherwelt, Wüsten- und Tropenaufenthalte – aber zugleich Sonnenbrand, Hautallergien, Hautkrebs, Augenleiden: Es ist die Zeit, in der wir Menschen uns am meisten in die Natur aufhalten und der intensiven Strahlung der Sonne ausgesetzt sind … und darum den richtigen Sonnenschutz wählen sollten.

 

Wintersonne
extreme Sonneneinstrahlung bedarf speziellen Schutz

 

Viele Menschen sind sonnengestresst. Die Anpassung an die Sonnenintensität im Sommer oder in den Ferien verlangt von uns vorerst einen gesunden Menschenverstand. Sonnenempfindlichkeit ist individuell. Wir müssen erfühlen, wie viel Sonnenlicht wir ertragen und uns schützen, bevor es zu spät ist. Dies ist die ganze Kunst für einen cleveren Sonnenschutz.

Kleidung als Sonnenschutz

Was wir selber mit natürlichem Sonnen-schutz erfahren haben, möchten wir hier mit dir teilen.

Wer sich effektiv und sinnvoll vor Sonnenstrahlung schützen will, sollte seinen Hauttyp kennen. Bei Wikipedia unter Hauttyp findest du einen Test.

 

Sonnenhut, Sonnenbrille, ev. langarmige T-shirts und einen möglichst natürlichen Sonnenschutz für die Haut sollten wir mit Sorgfalt auswählen und jederzeit anwenden können. Auch hier gilt: Vorbeugen ist einfacher als Schäden zu heilen. Folgeschäden können sowohl spontan als auch erst nach Jahren auftreten. Vermeiden wir sie und lassen wir die Sonne zu unserer Freundin und nicht zur Feindin werden. Es geht ja darum, den Sonnenschein und die Sonnenwärme mit Freude zu geniessen und alle Formen von Sonnenbrand zu vermeiden.

Wenn du trotzdem einmal etwas zu lange in der Sonne warst, schau dich um, ob du ein Blatt Aloe Vera bekommen kannst. Dank den Antioxidantien und der befeuchtenden Inhaltsstoffen, hilft ihr Gel sehr gut bei Sonnenbrand und Insektenstichen.

 

Sonnenschutz
der Sonnenhut – ein effektiver Sonnenschutz

 

Sonnenlicht und frische Luft sind im rechten Masse sogar heilsam. Sobald du spürst, dass deine Haut reagiert, ist es Zeit an den Schatten zu gehen. Schatten ist der beste Sonnenschutz und erst noch gratis und vollkommen natürlich…  😀

Sonnenschein macht uns Menschen lebendig, zufriedener, glücklicher und weniger anfällig für Depressionen – denn durch Sonnenlicht wird nicht nur die Produktion des Glückshormons Serotonin angeregt. Auch die Pflanzen können mit Hilfe von Sonnenlicht das Chlorophyll produzieren, was für uns eine der wichtigsten Nahrungsquellen ist. Das ganze Leben auf der Erde existiert dank Sonnenlicht.

 

Schlafhormon Melatonin – die Sonnenbrille kann müde machen!

Melatonin, das „Schlafhormon“, reguliert den Tag- und Nachtrhythmus und wird in der Zirbeldrüse produziert. Im Alter reduziert sich die Melatoninbildung, woraus es zu Schlafstörungen kommen kann.

 

Durch die Sonne – vor allem die Morgensonne – wird die Melatonin-
Ausschüttung am Tag reduziert und in der Nacht wieder aktiviert.
Melatonin hat unter anderem eine antioxidative Wirkung
und schützt uns vor Stahlenbelastung.

 

Sonnenlicht, so „verteufelt“ es wird, hat doch wichtige Aufgaben für unsere Gesundheit! Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass das Sonnenlicht die Netzhaut stimuliert, die Produktion des Glückshormons Serotonin angeregt und den Melatoninspiegel reguliert. Durch das Tragen einer Sonnenbrille wird das Signal zur Produktion von Melanin in der Haut ab-geschwächt oder sogar unterbunden und um so schneller erwischt man einen Sonnenbrand.

Sonnenbrille

Fazit für Sonnenbrillen-Freaks
trage deine coole Sonnenbrille nur dann, wenn es wirklich nötig ist,
weil dir sonst das Glückshormon Seratonin fehlt, zu wenig
Melanin produziert werden kann und das Schlaf-
Hormon Melatoin auch am Tag wirkt!

 

Melanin, der Pigmentstoff macht das Leben bunt…

Sonnenlicht (UVB-Strahlung) ist hilfreich zur Bildung von Melanin, dem natürlichen Farbstoff in unserem Körper, sichtbar in Haut-, Augen – und Haarfarbe. Das Melanin (zwei Hauptformen sind Eumelanin und Phäomelanin) ist nicht nur verantwortlich für die verschiedenen Farbtöne, sondern ist auch für den Schutz unserer Haut wirksam.

Melanin
Aufbau der Haut

 

Ein Gen-Defekt kann die Melaninbildung stören, es werden zu viel oder zu wenig Pigmente produziert. Melanin sorgt also in unserem Leben für unsere Einzigartigkeit als Individuum, wir alle haben einzigartige Haut-, Haar-und Augentöne.

Pigmentflecken, graue Haare, Vitiligo (Weissfleckenkrankheit > Zerstörung oder Hemmung der Melanozyten, der pigment-bildenden Zellen) stehen laut wissenschaftlichen Erkenntnissen im Zusammenhang mit fehlendem Melanin.

 

Vitamin D

Unser Körper kann mit Hilfe von ultraviolettem Licht (UVB) das körpereigene Vitamin D selbst in der Haut produzieren (Cholesterol wird in das Hormon Calciferol = Vitamin D3 umgewandelt). Zuwenig Sonne kann einen Vitamin D-Mangel bewirken. Ein Vitamin-D-Mangel kann laut neuer Forschung verantwortlich sein für Herz- und Kreislauferkrankungen, Osteoporose und Diabetes.

Besonders ältere Menschen, die wenig draussen sind, übergewichtige Menschen, schwangere Frauen, Menschen die eine Malabsorption aufweisen, Menschen mit einer Nierenschwäche und Lebererkrankte haben häufig einen Vitamin D-Mangel. Ein Vitamin D-Mangel ist natürlich besonders während der Winterzeit akut. Wenn die Vitamin D- Aufnahme über die Nahrung ungenügend ist, ist es angebracht, diesen Mangel durch natürliche Nahrungsergänzungen zu vervollständigen.

Sonnenschein und Bewegung in der Natur verhelfen dazu, den Vitamin D-Speicher wieder zu füllen. Eine viertel bis halbe Stunde täglich mit freien Unterarmen und Gesicht an der Wintersonne – ohne Sonnenschutz – helfen schon viel. Eine Sonnencreme mit hohem Sonnenschutz-Faktor würde die Vitamin-D Aufnahme und die Melaninproduktion unterbinden!

Vitamin D hilft ausserdem unseren Organismus vor verschiedenen Krebsarten, multipler Sklerose und Infektionen zu schützen. Ein guter Artikel über „Körpereigenes Vitamin D der beste Schutz“ wurde im Kopp-Verlag veröffentlicht.

 

Sonnenschutz direkt aus der Natur

Chemische Sonnenschutz-Faktoren sind oft für Hautkrebs mit verantwortlich. In meiner Ausbildung, die ich vor ein paar Jahren bem Roten Kreuz absolvierte, erklärte uns die Instruktorin, dass die meist verkaufte Sonnencreme der Schweiz kanzerogene Stoffe enthalte und riet dringend von den herkömmlichen Sonnencremen ab!

Es gibt natürliche Alternativen. Man kann sich sogar selber Sonnenschutz-Öle zusammenstellen. Da die Messtechniken und Angaben sehr unterschiedlich sind, geben wir hier keine Zahlen an. Essentiell ist bei diesen Ölen die antioxidative Eigenschaft, die Carotinoide, ein hoher Anteil an mehrfach ungesättigte Fettsäuren und ein natürlicher Lichtschutzfaktor.

Natürliche Öle mit Sonnenschutz-Faktor

Himbeerkernöl
Karottensamenöl
Sanddornöl
Sesamöl
Jojobaöl  
Weizenkeimöl
Walnussöl
Haselnussöl
Kokosöl
Sojabohnenöl
Avocadoöl
Olivenöl
Sheabutter

Sonnenschutz - Öl

Durch die Ernährung können wir die Pigmentbildung unterstützen und dafür sorgen, dass genügend Antioxidantien bereit stehen, um freie Radikale zu einzufangen, die durch Strahleneinwirkung entstehen.

Alle roten und orangen Früchte und Gemüse (wie Tomaten, Mango, Papaya, Guaven, Acaï, fast alle Beeren, Granatapfel, rote Bete, Karotten, Kürbis, Sanddorn, Hagebutte und vieles mehr) und dunkelgrüne und rote Blätter (wie die rote Alge Haematococcus pluvialis und Spirulina-Algen, Feldsalat, Sprossen) enthalten den Farbstoff Astaxanthin, ein Carotinoid und Antioxidans, das einen natürlichen Sonnenschutz generiert. Von innen her kann man die Melaninbildung durch gesunde Ernährung sehr effektiv unterstützen.

 

Sonnenschutz von innen; Melanin-Früchte
Sonnenschutz von innen durch die Ernährung

 

Acht Sonnenschutz-Irrtümer

1. Die Gefahr ist für alle Menschen gleich.  Falsch!

Kinder, alte Menschen und Menschen aus Risiko-Gruppen sind mehr gefährdet. Sonnenbrände während der Kindheit und Jugend erhöhen das Krebsrisiko im späteren Leben. Es scheint, dass Frauen dank einer vermehrten Bildung von Antioxidantien in der Haut weniger gefährdet sind als Männer. Menschen, die wenig dem Sonnenschein ausgesetzt sind, vertragen Sonneneinfluss bedeutend weniger als Menschen, die häufig in die Sonne gehen.

2. Kleider bilden 100%igen Schutz.  Falsch!

UV-Strahlen können Stoffe durchdringen. Dunkle Stoffe schützen die Haut besser als helle. Kleider mit UV-Schutz (UPF 50+) sind sehr geeignet für extreme Situationen.

3. Vorbräunen ist hilfreich.  Falsch!

Solarium und künstliche Sonneneffekte sind unnatürlich und ungeeignet. Sie ersetzen das Sonnenlicht nicht. Bräunungs-cremen sind chemische Zusammensetzungen, welche die Haut unnötig belasten können. Die WHO empfiehlt ein Mindestalter beim Benützen von Sonnenstudios von 18 Jahren, denn ab dann ist man für sich selber verantwortlich.

 

4. Ich darf die letztjährige Sonnenschutzcreme nicht mehr gebrauchen.  Falsch!

Falls die Creme fachgerecht während und nach dem Gebrauch richtig aufbewahrt wird, kann sie noch dienen. ( Beachte Zusammensetzung, Haltbarkeit, Zersetzung des Lichtfilters an der Wärme ). Je mehr Wasser ein Produkt enthält, desto verderblicher ist es. Wer auf sicher gehen will, verwendet letztjährige, angebrochene Produkte nicht mehr.

 

5. Billige Produkte taugen nichts.  Falsch!

In Warentests schneiden Billigprodukte häufig besser ab als die teuren. Es gibt auch Bio-Sonnenschutzmittel, und du findest im Internet sogar Anleitungen zum selber herstellen. Natürliche Pflanzenöle mit Lichtschutz sind unbedingt den chemisch Synthetischen vorzuziehen (siehe oben)

 

6. Sonnenschutzcreme müssen einmassiert werden.  Falsch!

Das Gegenteil ist der Fall! Nach einer Einmassage einer Schutzmilch (oder auch Oel) ist die Wirkung des Schutzes geringer, denn die Filterwirkung ist nur an der Oberfläche der Haut und hat keine Tiefenwirkung.

 

7. Es gibt keinen Kopf-Sonnenbrand.  Falsch!

Die Haare bieten keinen 100% igen Schutz. Achtung bei Kurzhaar-Frisuren. Glatzen sind besonders schutzlos. Schwarze, dichte Haare schützen besser als helle, dünne Haare. Der Sonnenhut ist erfunden… 😉

 

8. Mit Psoriasis und Neurodermitis keine Sonnenbäder.  Falsch!

UV-Strahlen können, vor allem in Kombination mit Meerwasser, heilend auf diese Hautkrankheiten wirken. Das habe ich mit meiner Psoriasis sehr deutlich erlebt (Anmerkung von Bernard)

 

Sonnenbad
Meeresluft hat ein heilende Wirkung auf die Haut

 

Leider enthalten neuerdings auch die meisten natürlichen Sonnencremen wegen des hohen Lichtschutzfaktors Titanoxid und Zinkdioxid, welche leider auch nicht unbedenklich sind. Gleichzeitig blockieren sie damit auch die Vitamin D Aufnahme über die Haut.

Fazit:
Mit einer gesunden Ernährung, die viel rote und orange Früchte, Gemüse
und 
dunkelgrüne Blätter enthält und natürlichen Ölen für die Haut,
können wir uns sehr effektiv vor Sonnenbrand schützen.
Der gesunde Menschenverstand und das Mass sind auch
im Umgang mit der Sonne wunderbare Helfer.

😀

 

Nun hoffen wir, dir ein paar umfassende Infos gegeben zu haben zum Thema
„natürlicher Sonnenschutz“ und freuen uns auf anregende
Tips und deinen Kommentar
herzlichen Dank
😀

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Antioxidantien fangen freie Radikale

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Was nährt unsere Zellen wirklich?

Sonnenschutz und Sonnenbrand

2 Gedanken zu „Sonnenschutz und Sonnenbrand

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